Iris 'Findelkind' bereits in Blüte!

    Viel früher als gewohnt ist die Iris 'Findelkind' aufgeblüht. Wenn das Gelb dieser Iris sie aus den Reihen leuchten lässt wissen wir, dass die Hauptblüte bei den historischen Bartiris etwa 3 Wochen später starten wird. Nur ein Kälteeinbruch könnte dieses Ereignis allenfalls noch etwas nach hinten verschieben.

    Blütenzauber im Rhododendrontal

    Besuchen Sie in den nächsten Tagen das Rhododendrontal und erleben Sie es von seiner schönsten Seite. Die Rhododendren und Azaleen verwandeln diesen Gartenteil momentan in ein Feuerwerk aus bunten Blüten und teilweise spannenden Düften.

    Aus Rücksicht auf das empfindliche Wurzelwerk der Rhododendren und auf die frisch austreibende Unterpflanzung bitten wir Sie zum Fotografieren auf den Wegen zu bleiben.

    Blütenspaziergang im April

    Es grünt und blüht überall! Vom Zentrum Vorder Brüglingen geht es zuerst den Hauptweg hinunter in Richtung St. Jakob. Vorbei an Hyazinthen im Rasen und den Staudenrabatten voll mit Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris), Narzissen und vielem mehr. Begleitet werden sie von wunderbar blühenden Sträuchern wie zum Beispiel der Felsenbirne (Amelanchier canadensis). Kurz vor dem Ausgang nehmen Sie links den Weg bis zum Rasen hinter der Pfingstrosensammlung. Hier lohnt sich ein Blick auf den Amerikanischen Amberbaum (Liquidambar styraciflua), denn er ist voll mit unauffälligen, aber interessanten Blüten. Ein paar Schritte weiter, in der Clematissammlung, ist die exotisch anmutende Clematis armandii zu bewundern.

    Nun geht's weiter zum Silberhang mit blühenden Weidenblättrigen Birnen (Pyrus salicifolia). Vorbei am leuchtend gelben Narzissenhang bis zur Irissammlung. Wer möchte, kann den kleinen Weg durch das Wäldchen nehmen. Dort verstecken sich einige Dreiblätter (Trillium), so wie das Gelbe Windröschen (Anemone ranunculoides). Im Gebiet der Irissammlung überquillt es bereits vor interessanten Blüten. Im Steingarten sind dies zum Beispiel Alpen-Aurikel (Primula auricula), Iris unguicularis und Iris magnifica; entlang des unteren Weges Iris graeberiana und Iris tuberosa sowie verschiedene Primeln im Feuchtbereich.

    Vorbei am bunten Wechselflor-Rondell geht es jetzt zu den Rabatten um die Villa Merian. Auch hier blüht es überall, wenn auch etwas weniger auffällig, denn die Farbgebung hier changiert zwischen Grüntönen, Weiss und gelblich. Dafür erfreuen viele der Pflanzen die Nase mit ihren Düften. So zum Beispiel Burkwoods Schneeball (Viburnum x burkwoodii) oder Burkwoods Duftblüte (Osmanthus x burkwoodii). Ohne nennenswerten Duft aber in ungewohnten Farben und Formen zeigen sich zahlreiche Busch-Windröschen- Sorten und auch die Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium). Genau hinschauen lohnt sich!

    Das absolute Muss als Abschluss dieses Spaziergangs ist natürlich das Rhododendron-Tal, in welchem bereits viele Rhododendren blühen und auch die Azaleen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ergänzt werden sie mit zahlreichen Staudenschönheiten. Wenn Sie sich den Weg dorthin aber noch etwas verlängern möchten, wählen sie rechts von der Villa den Weg nach Oben und flanieren an den Schmetterlingsblütlern Richtung Hochplateau vorbei. Insbesondere der Judasbaum (Cercis canadensis) bietet Ihnen dort einen schönen Anblick.

    Amerikanischer Amberbaum (Liquidambar styraciflua)
    Iris tuberosa
    Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia)
    Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium)
    Gelbes Windröschen (Anemone Ranunculoides)

    Pflanze des Monats

    Japanischer Glanz-Schildfarn (POLYSTICHUM POLYBLEPHARUM)

    Aus den feuchtschattigen Wäldern Ostasiens stammt dieser auffallend schöne Farn und passt sehr gut zu anderen Schätzen von dort wie zum Beispiel Rhododendren, Wachsglocken oder Hosta. Mit seinen glänzenden Wedeln und seiner majestätischen Gestalt ist er einer der attraktivsten winterharten Farne.

    Der Japanische Glanz-Schildfarn benötigt ein paar Jahre, um zu voller Schönheit zu erblühen - wobei: Farne blühen nie. Wenn doch mal einer blüht, ist es kein Farn, wie man zum Beispiel am farnblättrigen Lerchensporn ein paar Schritte weiter sehen kann, den fast jeder für einen Farn hält, aber ich schweife ab. Item…

    Dieser Prachtsfarn liebt einen nicht zu trockenen, humosen Platz zwischen Gehölzen, wo sein früher Austrieb etwas vor Spätfrösten geschützt ist. Und den muss man gesehen haben. Wie sich die in Goldschuppenflitter gekleideten Wedel entrollen, strukturgewaltig sich erheben aus schnödem Waldboden… aber ich schweife schon ieder ab. Geniessen Sie einfach den Anblick und ignorieren Sie diesen Text.

    Krötenschutz

    Jetzt im Frühling erwachen Erdkröten, Grasfrösche und Molche aus ihrer Winterruhe im Gehölz. Sie wandern zum Weiher um sich dort fortzupflanzen. Unterwegs müssen sie die Strasse überqueren, was oftmals tödlich enden kann.

    Um sie zu schützen hilft ein einfacher Zaun, wie nun einer in Vorder Brüglingen installiert ist. Denn Kröten können nicht klettern. Also wandern sie dem Zaun entlang nach der Suche nach einem Umweg und fallen dabei in die eingegrabenen Eimer. Von dort werden sie jeden Morgen eingesammelt und über die Strasse getragen.

    Für die Merian Gärten ist dies nicht nur eine Schutzmassnahme, sondern auch eine gute Gelegenheit um Daten zu sammeln. Welche Arten leben hier, wie gross sind die Populationen? Diese Informationen helfen uns, unsere einheimischen Amphibien langfristig zu schützen.

    Die Merian Gärten bei ICOM und BGCI

    Als botanischer Gärten legen die Merian Gärten viel Wert auf professionelle Grundlagen und ein gutes, internationales Netzwerk.

    Mit der Mitgliedschaft bei Botanic Gartens Conservation International BGCI sind wir im grössten Dachverband der botanischen Gärten aufgenommen worden. BGCI fördert den Wissensaustausch unter seinen Mitgliedern – das sind über 800 botanischen Gärten in 118 Ländern – und koordiniert und unterstützt Aktivitäten im Bereich Naturschutz und Bildung. Mehr zu BGCI: www.bgci.org

    Der International Council of Museums ICOM wurde 1946 in Zusammenarbeit mit der UNESCO gegründet mit dem Ziel, die Interessen von Museen weltweit zu unterstützen. Auch botanische Gärten zählen zu den Museen, denn sie beherbergen wissenschaftlich betreute Sammlungen. ICOM definiert die professionellen Standards und ethische Grundsätze nach denen Museen, botanische Gärten und Zoos weltweit arbeiten. Mehr zu ICOM: www.icom.museum

    Letztes Jahr waren die Merian Gärten bereits vom Bund als wissenschaftliche Einrichtung anerkannt worden. Damit wird der Austausch von CITES-geschützten Pflanzen ermöglicht.

     

    Blütenspaziergang im März

    Nun ist die erste Blütenfülle endlich da! Der Märzspaziergang beginnt beim Eingang Rhododendrontal von wo aus gleich der Weg rechterhand gewählt wird. Wer ihm durch die Rhododendren folgt kommt zuerst am Grossblättrigen Milzkraut (Chrysosplenium macrophyllum) und danach bereits an den ersten blühenden Rhododendren vorbei. Nun gehen Sie dem Dyych entlang, vorbei an der Villa und nehmen dann ab dem Platz vor dem Villentor den etwas ver-borgenen Weg rechts nach Unten. Etwas weiter vorne blüht entlang des Wassers die Pestwurz (Petasites hybridus). Wählen Sie weiter den Dyychufer-Weg, erreichen Sie an seinem Ende den Farbhügel mit unterschiedlichen Zwiebelpflanzen in Blüte.

    Weiter geht es nun in Richtung Ausgang St. Jakob. In der Staudenrabatte rechterhand zeigen sich verschiedene Lenzrosen (Helleborus) von ihrer schönsten Seite. Auch einige Schneeglöckchen (Galanthus), Krokusse (Crocus) und Märzenbecher (Leucojum) begleiten Sie immer noch mit ihrer Blüte. Kurz vor dem Ausgang kann dem Weg links nach Oben bis zur Clematissammlung gefolgt werden. Hier blüht nämlich die Macchien-Waldrebe (Clematis cirrhosa). Nehmen Sie nun die kleine Abzweigung zum Silberhang. Das kleine Mandelbäumchen am Hang wird seine Pracht in den nächsten Tagen entfalten.
    Wenn Sie hinter den Gewächshäusern durchgehen landen Sie in der Irissammlung, welche momentan vor Zwiebelpflanzen überquillt. Insbesondere verschiedene Zwiebeliris (Iris danfordiae, Iris reticulata) fallen auf. Auch gibt es nach wie vor schöne Schneeglöckchen-Sorten zu sehen. So zum Beispiel im Beet auf dem Rasen Galanthus nivalis 'Viridapice' mit grünen Blütenblättern.

    Das letzte Wegstück führt jetzt zurück zur Villa. Vorbei an der wunderschönen Kornelkirsche (Cornus mas) und den Rabatten mit Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Lenzrosen (Helleborus) und Zyklamen (Cyclamen coum). Beim neuen Sitzplatz kann abschliessend die Schweifähre (Stachyurus praecox) besichtigt werden.

     

    Ebbe im Seerosenteich

    Die Betonwanne hat Risse und wird saniert. Dafür wurden zuerst – in einer mehrstündigen Aktion - alle Zierfische aus dem Teich gefangen und in den Frischwasserkanal im Bauerngarten umgesiedelt.

    Das Wasser aus dem Teich wurde abgelassen und als nächstes wird auch der Schlamm abgepumpt. Erst wenn das Becken leer und gereinigt ist, können Spezialisten an der Wanne arbeiten.

    Nach der Sanierung wird der Teich wieder hergerichtet. Die Fische dürfen zurück und wir pflanzen neue Seerosen ein.

    Pflanze des Monats

    Kleiner Krokus (Crocus chrysanthus)

    Der Rasen hat es unter alten Bäumen nicht einfach. Er wirkt schütter, leidet im Sommer unter Trockenheit und will einfach nicht üppig grün werden. Die einen ringen die Hände und beklagen gramgebeugt das harte Gärtnerschicksal, die andern schwelgen in Zwiebelpflanzenkatalogen und lassen an diesem idealen Platz Krokusse (Kroki? Kroken?) verwildern. Am besten klappt dies mit Wildarten wie dem Elfenkrokus, dem Frühlingskrokus oder – wie hier – dem Kleinen Krokus.

    Vor etwa 30 Jahren wurden in unserer Allee die Sorten «Advance», «Cream Beauty», «Yellow Queen», «Saturnus» und «Snow Bunting»  gepflanzt. Nicht alle sind mehr vorhanden, dafür aber Tausende verschiedener Sämlinge in teils abenteuerlichen, aber immer zarten Farbkombinationen. Jede einzelne Blüte ist ganz besonders schön!

    Die Pflege besteht aus einer leichten, rasch wirkenden Düngung kurz nach der Blüte. Den Rasen darf man erst mähen, wenn im Frühling die Krokusblätter welken, was erklärt, warum es hier im April ziemlich wild aussieht. Und die Krokusflächen sollte man der empfindlichen Knospen wegen schon vor dem Austrieb nicht mehr betreten. Aus diesem Grund haben wir eine Absperrung montiert – und nicht, um die wilden Krokushorden am Ausbruch zu hindern.

    Eine alte Rotbuche wird gefällt

    Eine der grossen Blutbuchen im Englischen Garten war im Sommer 2016 abgestorben. Schon länger hatte ihr ein Pilzbefall zu schaffen gemacht. Nun wurde sie durch Spezialisten gefällt – Stück für Stück. Äste, so dick wie Baumstämme, krachten aus 20 Metern Höhe herab. Am Boden wurden die grossen Stücke zerteilt und abtransportiert. Das Holz welches nicht zu morsch ist, wird weiterverwendet: als Brennholz für den Holzofen, oder als Schnitzelholz zur Energiegewinnung.

    Was bleibt, ist der eindrückliche Baumstamm, der liegen bleibt und nun langsam verrottet. Anhand der Jahrringe kann man zählen, wie alt der Baum war: wir schätzen über 200 Jahre! Dies wird zurzeit an einer Probe noch genauer untersucht.

    Im Laufe des Monats Februar wird dann der Wurzelstock entfernt und auch ein Teil der Erde ausgetauscht, um Pilzrückstände aus dem Boden zu entfernen. Anschliessend wird eine neue, junge Blutbuche an dieser Stelle gesetzt.

    So verändert sich die gewohnte Baumkulisse ein wenig. Doch nicht vergessen: ein Garten lebt und wächst und ist ein Kunstwerk, das sich stetig wandelt.

    Die ersten Lämmer sind da

    Unsere jüngsten zwei Muttertiere, Prana und Pinky, haben in den letzten Tagen je ein schwarzes Lamm auf die Welt gebracht. Bis Ende Februar sollten noch weitere Geburten folgen - drei Schafe sind noch trächtig.

    Blütenspaziergang im Februar

    Infolge des kalten Wetters und des Schnees der letzten Tage gibt es bisher verhältnismässig wenige Blüten zu sehen. Aber die ersten Wagemutigen haben sich nun doch zumindest in die Startposition begeben.
    Empfehlenswert ist ein Spaziergang durch das Gebiet der Irissammlung. Hier befinden sich nämlich auch die ersten Sorten der im Aufbau befindlichen Schneeglöckchensammlung. Einige dieser dezenten Schönheiten zeigen erste Blüten. Ebenfalls dort, am unteren Ende des Steingartens, haben sich die ersten Cyclamen-Blüten entrollt. Weitere Cyclamen sehen Sie, wenn Sie sich nun in Richtung Villa aufmachen, in der Rabatte gleich hinter dem Eingangstor. Am selben Ort strecken auch die ersten Helleborus ihre Köpfchen. Jedoch brauchen sie schon noch einige Tage Sonnenschein bis sie sich öffnen.
    In der neuen Anpflanzung dahinter stehen mehrere Exemplare von Sarcococca hookeriana. Dieser kleine Strauch beginnt in den nächsten Tagen seinen betörenden Blütenduft zu verströmen.
    Beim Zugang zum Café-Sitzplatz zeigen sich die ersten Blüten von Viburnum tinus. Die noch ungeöffneten rosa Knospen und die offenen Weissen ergeben ein kurzweiliges Bild. Unweit davon, in der anschliessenden Rabatte, befindet sich eine weitere Art von Sarcococca (Sarcococca pruniformis). Damit wäre der kurze winterliche Spaziergang bereits beendet und lässt uns auf einen baldigen Frühlingseinbruch hoffen.

    Pflanze des Monats

    Götterbaum (Ailanthus altissima)

    Allein schon der Name Götterbaum tönt nach Verheissung. Seine imposante Erscheinung und die auffallende Blüte waren neben seiner Robustheit der Grund, dass dieser Baum in vielen Städten gepflanzt wurde. Da er sehr schnell wächst, wurde er auch zur Holzgewinnung angepflanzt. Eigentlich ein perfekter Baum, könnte man meinen.

    Könnte man… aber inzwischen weiss man es besser. Der aus China stammende Götterbaum hat sich als invasive Art entpuppt. Nicht nur versamt er sich schlimmer als die Karnickel, sondern er bildet auch Wurzelausläufer, durch welche er rasch grosse Bestände bildet, andere Pflanzen verdrängt und kaum auszurotten ist. Die Bekämpfung ist teuer und aufwändig, und man sollte ihn nicht mehr pflanzen.

    Wie viele andere schnellwachsende Pioniergehölze werden Götterbäume meistens nicht älter als etwa hundert Jahre, doch es gibt einige deutlich ältere Exemplare. Im lesenswerten Buch «Die Baumriesen der Schweiz» steht, unser Baum sei 1840 gepflanzt worden. Damit wäre er jetzt über hundertsiebzig Jahre alt und damit einer der ältesten Götterbäume Europas. Da er sich hier nicht ausbreiten kann, erfreut er uns hoffentlich noch lange durch seine majestätische Erscheinung.

    Pflanze des Monats

    Storchschnabel (Geranium 'Tiny Monster')

    Der Sortenname «Winziges Monster» sagt es schon: Dieser Storchschnabel ist keine Mimose (das wäre ein grober botanischer Lapsus), sondern ungemein zäh und durchsetzungsstark. Vor Jahren stand er hier in einem normalen Beet mit gutem Boden und gesitteten Nachbarn, die er rücksichtslos überrollte. Aus einem kleinen Pflänzchen wurde innert zweier Jahre eine marodierende, quadratmetergrosse Blütenpracht.

    Aufgrund dieser Rüpelhaftigkeit wurde er zu seinesgleichen verbannt - raumgreifenden Pflanzen, zwischen denen normale Beetstauden keine Chance hätten. Mit etwas Starthilfe überlebt er sogar an trockenen, sonnigen Plätzen unter Bäumen und muss sich dort mit anderen Wucherern wie Seifenkraut und Zypressen-Wolfsmilch arrangieren.

    'Tiny Monster' ist eine Kreuzung aus dem robusten heimischen Blutroten Storchschnabel, dem er sehr ähnelt, und einer kaukasischen Art, von der er den ausufernden Wuchs geerbt hat. Seine dunkelrosa Blüten erscheinen oft bis in den Dezember hinein. Und sie ähneln unseren Fingern: Mit zunehmender Kälte werden sie leicht bläulich.

    Unter Schutz der Dunkelheit

    Biber auf nächtlicher Tour

    Angenagte Bäume, abgebissene Äste: dass der Biber aktiv ist, wussten wir.  Jetzt hat er sich auch wieder auf der Wildkamera gezeigt - und zwar nicht nur ein Biber, sondern grad zwei Tiere!

    Frohe Festtage und ein gutes neues Jahr...

    ...wünschen wir Ihnen aus den frostigen aber meist sonnigen Merian Gärten!

    Übrigens: Die Merian Gärten sind auch während den Festtagen geöffnet: täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang.

    Und wenn Sie mit etwas Bewegung ins neue Jahr starten möchten, dann verpassen Sie nicht den ersten Gartenrundgang am Sonntag, 1. Januar um 14 Uhr - wie immer öffentlich und kostenlos.

     

    Blütenspaziergang im Dezember

    Infolge des Wetters ist dieser Dezember bisher sehr blütenarm ausgefallen. Was aber nicht heissen soll, dass es in den Merian Gärten nun langweilig ist. Denn auch mit nur wenigen Blüten gibt es noch viel Schönes zu sehen.

    Ein Spaziergang könnte zum Beispiel vom Eingang Dreispitz her zuerst zu den Schmetterlingsblütlern führen. Hier zeigt der Stechginster (Ulex europaeus) dem Wetter trotzend einige zarte Nachblüten. Wenn Sie nun den Weg nach Unten nehmen und danach dem Hang zur Irissammlung folgen, passieren Sie verschiedenste auch im Winter tolle Gräser. Der Nutzpflanzengarten ist das nächste Ziel. Hier befindet sich ein Orientalischer Papierstrauch (Edgeworthia tomentosa), der zwar noch nicht blüht aber dessen bereits weit entwickelte Blütenknöpfe fast schon wie Blüten aussehen. Ganz in der Nähe zeigt ein Zypergras (Cyperus) seine unauffälligen Blüten. Etwa in der Gartenmitte befindet sich eine Gruppe Steinsamen (Lithospermum officinale) mit Samenständen, die aussehen wie Kieselsteine.
    Wer gerne schönen roten Beerenschmuck sieht, kommt neben dem Gewächshaus auf seine Kosten. Hier stehen mehrere Kübel mit Himmelsbambus (Nandina domestica) und zwei Traubendorne (Danae racemosa) zieren die Rabatte.

    Auch im Dezember eine wahre Augen- und Nasenweide ist der Silberhang. Viele der Pflanzen dort sind wintergrün und feinduftend oder verfügen über schöne Samenstände. Von hier aus ist der Weg zur Clematissammlung mit ebenfalls immer noch hübschem Samenschmuck nicht mehr weit. Zusätzlich sind da die ersten Schneeglöckchen (Galanthus elwesii) und in den Wildhecken leuchtende Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) anzutreffen.

    Wer noch mehr Blüten sehen möchte, kann die verschiedenen Wechselflorrabatten aufsuchen und sich an Stiefmütterchen und Bellis erfreuen.

    Kompostkur für Bäume

    Eine Handvoll Erde steckt voller Leben: Unsichtbar für das Auge tummeln sich winzige Bakterien, Pilze, Einzeller und andere Organismen im Boden. In gesundem Boden halten sich dabei die verschiedenen Lebewesen im Gleichgewicht; schädliche Mikroorganismen können nicht die Überhand gewinnen.

    Mit Kompost fördern wir dieses Gleichgewicht und stärken insbesondere die Bäume. Denn der Kompost, der in den letzten Tagen in der Allee und im Englischen Garten ausgebracht wurde, hat einen besonders hohen Holzanteil und damit eine sehr ähnliche Zusammensetzung wie gesunder Waldboden. Bäume, die normalerweise in Wäldern wachsen, profitieren davon. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Bäume in Gärten, die mit solchem Kompost behandelt werden, oftmals weniger unter Pilzerkrankungen leiden.

    Gleichzeitig wirkt der Kompost als Langzeitdünger.

     

    Pflanze des Monats

    Chinesische Kräuselmyrte (Lagerstroemia indica)

    Der berühmte Botaniker Linné dachte beim Benennen dieser hübschen Pflanze an seinen Freund Lagerström, der ihm als Direktor der Schwedischen Ostindiengesellschaft viele unbekannte Gewächse aus Asien mitgebracht hatte. Das hat ihr den Namen Lagerstroemia eingebrockt. Auch die deutsche Bezeichnung Kräuselmyrte ist ein Graus, dabei würde so vieles besser zu ihr passen: Frohlunder, Wonnenblume oder Nachbars Sehnsucht.

    Rosa Blüten an üppigen Rispen öffnen sich im Spätsommer. Man muss sie aus der Nähe betrachten, um ihre filigrane Schönheit zu würdigen. Wem sie zu pink sind, freut sich auf die rot oder orange leuchtende Herbstfärbung. Das können andere Gehölze zwar auch, doch die glatte, braungraue Rinde der Kräuselmyrte ist einzigartig. Im Herbst schält sie sich ab, darunter kommt eine neue, rosagraue Schicht zum Vorschein.

    Vom Namen mal abgesehen gibt es mehrere Gründe, dass die Kräuselmyrte leider nur selten verwendet wird: Sie ist erstens weitgehend unbekannt, sie soll zweitens sauren Boden benötigen (was unsere Prachtexemplare nicht zu wissen scheinen) und sie gilt drittens als nicht winterhart. Doch im Weinbauklima mit viel Sommerhitze ist sie einen Versuch wert. Am besten pflanzt man ein grösseres Exemplar im Frühling an einen vollsonnigen Standort und schützt es in den ersten Wintern mit Tannenreisig. Vielleicht wird Basel dereinst als Kräuselmyrtenstadt am Rheinknie in die Geschichtsbücher eingehen…?

    P.s. Aufgrund von Kälte und Dunkelheit hält die Pflanze des Monats Dezember neu bis Ende Januar

     

    Neuer "alter" Sitzplatz im Rhododendrontal

    Vielleicht haben Sie bereits beobachtet, wie im Rhododendrontal Stufe für Stufe eine wunderschöne Trockenmauer aus rotem Sandstein entstanden ist. Der seit längerem abgesperrte Sitzplatz mit prächtigem Blick über die Baumkronen der Rhododendren musste wegen Abrutschgefahr komplett erneuert werden. Nun ist er wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
    Übrigens: Bei den Steinen der Mauer handelt es sich um den in Basel bei alten Gebäuden anzutreffenden Degerfelder Buntsandstein. Er stammt von einem Mau-erabbruch.

     

    Blütenspaziergang im November

    Der Novemberspaziergang startet vor dem Pächterhaus in Vorder Brüglingen. Auf der linken Seite des Gebäudes blühen weiterhin zahlreiche winterharte Fuchsien um die Wette. Weiter geht's den Hauptweg abwärts, vorbei an den letzten Asternblüten. Etwa in der Mitte dieses Weges taucht links eine Rabatte auf, in der blühende Knöteriche (Persicaria) zu sehen sind. Diese Pflanze ist ein Dauerblüher vom Sommer bis zum ersten grossen Frost. Ein weiterer Dauerblüher finden Sie nur wenige Meter weiter in der Rabatte rechts: Den Storchschnabel Rozanne (Geranium 'Rozanne'). Das Blau dieser Blüte ist im Herbst besonders schön!

    Wer mag, kann sich nun in Richtung der Clematissammlung wenden. Nebst den wundervollen Herbstfarben überall, entdecken Sie im Wegkreuz unterhalb der Sammlung eine Zaubernuss (Hamamelis virginiana), übersäht mit feinen, gelben Blütenblättchen. Bei den Clematis kann, wer gut schaut, noch bei mehreren Pflanzen einzelne Nachblüten finden. Weniger versteckt, aber mindestens so attraktiv sind die vielen flauschigen Samenstände. Etwas im Hintergrund der Sammlung leuchtet blau ein Eisenhut (Aconitum carmichaelii 'Arendsii').

    Die nächsten Blütenfreuden finden Sie in der Irissammlung. Zum Beispiel die gelbe Sternbergie (Sternbergia lutea), den Safran-Krokus (Crocus sativus), die Mittagsblume (Delosperma cooperi) oder einige Nachblüten bei den Taglilien. Folgen Sie nun dem Weg über den Hang nach oben, so können sie bis zum Rätzblick spazieren. Vom Abend bis zum Morgen duftet hier die fast nicht sichtbare Blüte der Ölweide (Elaeagnus x ebbingei). Über das Hochplateau erreichen sie nun das Rhododendrontal. Viele der Oktoberblüten sind hier nach wie vor sehenswert. Einiges ist sogar noch üppiger geworden. So zum Beispiel Isodon effusus oder der Rhododendron smirnowii. Frisch dazu gekommen sind die orangen Beeren der Übelriechenden Schwertlilie (Iris foetidissima).

    Folgen Sie nun dem Dyych, unter bunten Buchen und Linden, zur Villa Merian. Der Anblick der knallgelben Ginkgo-Bäumen wärmt wohl jedem das Herz! Und falls Ihnen das noch nicht genug Wärme ist, empfehlen wir Ihnen jetzt ein heisses Getränk im Café Merian.

    Der violette Wahnsinn

    Der Herbst beglückt uns mit sonnigen Tagen und einer Fülle an späten Blüten. Das unbestrittene Highlight ist momentan der passend bezeichnete Farbhügel. Denn jetzt blühen die Herbstastern. Wer durch die schmalen Wege streift, wähnt sich in einer scheinbar endlosen violetten Wolke. Wenn unser Natel solche Schnappschüsse einfängt, stellen Sie sich vor, wie verzaubernd es in Wirklichkeit wirkt!

    Der Farbhügel findet sich in Vorder Brüglingen, unterhalb vom Pächterhaus. Sie können es nicht verpassen.

    Und wenn Sie schon da sind werfen Sie auch einen Blick auf die Fuchsien: Bevor wir die Kübelpflanzen ins Gewächshaus räumen, geben die Fuchsien noch einmal alles und blühen in einer atemberaubenden Üppigkeit.

     

    Tournee-Stop auf der Schafweide

    Seit dieser Woche ist Widder Ritus in der Schafherde unterwegs. Die Auen drängen sich um ihn und lassen ihn keine Sekunde aus den Augen. Wissen sie wohl, dass er etwas Besonderes ist?

    Ritus ist knapp ein Jahr alt, schwarz mit weissen Flecken und ein richtiger Hingucker. Was man nicht sehen kann: Er ist eine Rarität. Aus der Zuchtlinie, aus der er stammt, ist er der letzte Widder. Das heisst, dass seine Blutlinie sehr selten und daher sehr wertvoll ist.

    Warum wertvoll? Innerhalb einer Rasse braucht es eine möglichst grosse Vielfalt an Eigenschaften, um eine genetisch gesunde Population zu erhalten. Um die Vielfalt sicherzustellen, sollten alle Blutlinien etwa gleichmässig vertreten sein. Seltene Linien sollte man also fördern.

    Ritus ist nun bei uns, um seine Blutlinie zu vermehren. Er ist mit sechs Auen auf der Weide, die von der restlichen Herde abgetrennt sind. Dies sind Haiti und alle «P»: Paula, Petra, Paka, Prana, Pinky. Die Tiere der P-Linie sind gute Partnerinnen für Ritus, denn auch sie haben wertvolle Blutlinien. Ausserdem gebären diese Auen ohne Probleme und ihre Lämmer sind ausgezeichnete Nachwuchstiere.

    Ritus muss sich beeilen, denn er bleibt nur bis Ende September. Als Rarität hat er einen strengen Terminkalender: Anfang Oktober präsentiert er sich an der Nationalen Schau gefährdeter Nutztierrassen (1.-2. Oktober, Brunegg).
     

    Dyychwoche 2017

    Eine besondere Projektwoche für eine engagierte Klasse

    Wir suchen eine motivierte Schulklasse, die Lust hat, eine Woche lang zu schwitzen, zu lachen, zu lernen. An der frischen Luft und unter fachkundiger Leitung bieten wir eine spannende Projektwoche in den Merian Gärten: Ein Einsatz für einen guten Zweck und ein einmaliges Klassenerlebnis!

    Worum geht es?

    Der St. Alban-Dyych und der Mühledyych sind künstlich angelegte Kanäle, die durch die Merian Gärten fliessen. Verbauungen im Kanal beschleunigen das Wasser, was schon im 12. Jahrhundert den Antrieb von zahlreichen Mühlen, Schmieden und Sägereien ermöglichte.

    Die traditionellen Uferverbauungen des Dyychs müssen immer wieder erneuert und ergänzt werden. Dies wird jedes Jahr als Arbeitswoche mit einer Schulklasse durchgeführt - eine tolle Gelegenheit für die Jugendlichen, das Schulzimmer zu verlassen und draussen aktiv zu sein.

    Mitmachen!

    Möchten Sie mit Ihrer Klasse mitmachen? Wir können die Kurswoche jedes Jahr einmal durchführen. Für 2017 suchen wir die motivierteste Klasse! Bewerben Sie sich jetzt. Bewerbungsschluss: 20. September 2016

    Mitmachen!

    Möchten Sie mit Ihrer Klasse mitmachen? Wir können die Kurswoche jedes Jahr einmal durchführen. Für 2017 suchen wir die motivierteste Klasse! Bewerben Sie sich jetzt. Bewerbungsschluss: 20. September 2016

    Im Pokemon Fieber

    Auch in den Merian Gärten werden fleissig Pokémon gejagt; zwischen Beeten und Bäumen sind zahlreiche PokéStops versteckt!

    Aber wussten Sie, dass es hier auch ganz seltene Exemplare gibt? Kanin-Chen, Bartgü-Kel, Obalendaschafu oder Sweitsahuna tauchen auf dem Brüglingerhof auf. In den Wiesen erscheinen Kolwai-Sling, Hoisrek und manchmal auch die schwarzviolette Holzbin. Im Rhododendrontal fliegen Kolma-Isen. Mit etwas Glück findet man Eichörn-Chen oder sogar Mizekaze, ein weisses Prachtspokémon.

    Zum Einfangen dieser gesuchten Pokémons brauchen Sie nicht mal die App. Schalten sie eine Kamera ein. Wenn Sie das gesuchte Wesen im Sucher sehen, drücken Sie auf den Auslöser, und - zack! - haben Sie es im Kasten.

    Glücksbeobachtung

    … und Glücksbild! Die scheue Ringelnatter wird in den Merian Gärten nur sehr selten gesehen. Hier sonnt sich ein besonders grosses Exemplar auf dem warmen Asphalt.

    Aber keine Angst: ein Gartenbesuch ist immer noch unbedenklich. Die einheimische Schlangenart ist für Menschen ungiftig und völlig harmlos. Ringelnattern leben in der Nähe von Wasser und fressen vor allem Frösche und Kröten. Wie alle Schlangenarten sind sie in der ganzen Schweiz geschützt.

    Aus Baum wird Bank

    Erinnern Sie sich an die spektakuläre Heli-Aktion im Februar?

    Aus einem der Bäume – einer Robinie - ist nun eine Sitzbank geworden. Ein wahres Unikat! Sie steht bei der Linde vor dem Lehmhaus.

    Braucht die Schweiz eine nationale Gartenschau?

    36 Jahre nach der «Grün 80» steht er immer noch da: der Dino, 20 Tonnen schwer, ein Mahnmal für die Zivilisation und ihren Umgang mit der Natur, das Maskottchen der Ausstellung für Garten- und Landschaftsbau, die im Sommer 1980 in der Brüglinger Ebene bei Basel stattfand. Wie der Dino ist auch die Ausstellung noch präsent und schafft es heute wie damals, Menschen zu bewegen.

    An einer spannenden Tagung im Lehmhaus erinnerten sich hochkarätige Gäste und ein interessiertes Fachpublikum an den Grossanlass, diskutierten seine bis heute sicht- und spürbare Nachwirkungen und stellten die Frage: Braucht die Schweiz eine neue nationale Gartenschau?

    Hier geht's zum Tagungsbericht und der Bildgalerie.

    Die Tagung fand statt am 17. Juni 2016, im Lehmhaus der Merian Gärten.

    Sie wurde veranstaltet im Rahmen des «Gartenjahres 2016 - Raum für Begegnung» von: 
    - Schweizerische Stiftung für Landschaftsarchitektur SLA
    - ICOMOS Suisse
    - Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen BSLA
    - Christoph Merian Stiftung CMS
    - Merian Gärten

    Mit freundlicher Unterstützung von Swisslos Basel-Landschaft und der Stadtgärtnerei  Kanton Basel-Stadt

    Arbeiten im Rhodendrontal

    Der St. Alban-Dyych und der Mühledyych sind künstlich angelegte Kanäle, die durch die Merian Gärten fliessen. Sie dienten schon im 12. Jahrhundert dem Basler Gewerbe als Energielieferanten: Verbauungen im Kanal kanalisieren und beschleunigen das Wasser, was den Antrieb der Korn- und Papiermühlen, Hammerschmieden und Sägereien entlang des Dyychs ermöglichte.

    Obwohl die Ufer des Dyychs befestigt sind, verursachen Strömung und Regen immer wieder Erosionsschäden. Um Charakter und Funktion des Dyychs zu erhalten, ist regelmässiger Unterhalt der traditionellen Uferverbauungen nötig.

    Während fünf Tagen macht sich eine engagierte Sekundarklasse an die Arbeit: Im Rahmen der «Dyychwoche» - einer Projekt- und Arbeitswoche - sanieren sie beschädigte Uferbereiche im Rhododendrontal. Mit Stiefeln und Werkzeug ausgerüstet und unter fachkundiger Anleitung begutachten die Schülerinnen und Schüler die Uferabschnitte und stellen sie nach traditioneller Bauweise mit Holz, Sand, Kies und lebenden Pflanzen wieder her.

    Das Rhododendrontal bleibt während den Arbeiten für alle Besuchenden normal zugänglich.

    Blütenmeer in der Irissammlung

    Nun ist es endlich soweit! Nach einer kleinen Verzögerung wegen des kalten Wetters fehlen nur noch ein paar Sonnenstrahlen um das Iris-Feld in einer Farbenexplosion aufgehen zu lassen - spätestens am Wochenende sollte nun die ganze Sammlung in voller Blüte stehen.

    Der Blüh-Höhepunkt unserer Sammlung historischer hoher Bartiris dauert nur etwa zwei Wochen und ist wegen der grossen Anzahl Sorten (ca. 1500) auf kleinem Raum ein einmaliges Erlebniss. Nutzen Sie also die Gelegenheit und planen Sie in den nächsten Tagen einen Besuch.

    Am Montag findet ausserdem die letzte der drei öffentlichen Führungen in der Iris-Sammlung statt. Mit Sammlungsbetreuerin Barbara Wüthrich.

    Montagsführung: Faszination Iris.
    Montag, 23. Mai, 18-19 Uhr

    Start beim Treffpunkt Vorder Brüglingen. Es ist keine Anmeldung nötig. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Führung findet bei jedem Wetter draussen statt. Bitte achten Sie auf geeignete Kleidung und Schuhe für unebenen Naturboden

     

    Heute Frisch aufgegangen

    Das 'Findelkind' blüht! Diese Bartiris-Sorte beginnt jeweils zwei Wochen vor den anderen zu blühen und verrät uns: die grosse Blüte der Irissammlung steht an.

    Schon bald wird sich die ganze Iris-Wiese in ein buntes Blütenmeer verwandeln. Dann blühen alle 1500 Sorten gleichzeitig und faszinieren in (fast) allen Farben des Regenbogens. Wir rechnen also mit dem Blühhöhepunkt am Pfingstwochenende. Verpassen Sie das Spektakel nicht! Bei warmen Wetter oder viel Regen dauert die Hauptblüte nur zwei Wochen, bei kühler Luft etwas länger.

    Farbenexplosion im Rhodendrontal

    Jetzt ist die Zeit der Rhododendren. Das verwunschene Tal am Fuss des Englischen Gartens verwandelt sich in einen Märchenwald. Ein Besuch lohnt sich fast täglich – denn jeden Tag gehen neue Blüten in unglaublichen Farben auf. Gerade blühen die Japanischen Azaleen in leuchtendem Pink. Lassen Sie sich verzaubern!

    Bei aller Begeisterung: bitte bleiben Sie auf den Wegen! Denn: In den Beeten liegen die empfindlichen Wurzeln der Pflanzen direkt unter der Oberfläche, auch wenn man davon nichts sieht. Jeder Schritt neben den Weg kann verheerend sein.

    Die Lämmer sind da!

    Zwischen 25. Februar und 9. März kamen insgesamt zehn Lämmer auf die Welt – fünf Weibchen und fünf Männchen. Hier sind ein paar erste Eindrücke, wie sie auf noch wackeligen Beinen neugierig die Welt erkunden.

    Winterstimmung im März

    The Merian Garden I

    I still visit the Merian Garden
    Cloth armed against the cold
    The ice white paths crunch
    Boot treaded feet try to hold

    Distant horizons shapeless
    Mist covered hills disappear
    Walking garden appears lifeless
    The air is soundless to the ear

    Sunshine low on the horizon
    Shrubs are been bathed warm
    Against a dark leafless background
    In the golden light of dawn

    Natures grasses colour painted
    Venetian cool mint lagoon green
    The winter cold has tainted
    Something unnatural about this scene

    Theo J. Koning

     

    Die ersten Lämmer sind da!

    Zwischen 25. Februar und 9. März kamen insgesamt zehn Lämmer auf die Welt – fünf Weibchen und fünf Männchen. Hier sind ein paar erste Eindrücke, wie sie auf noch wackeligen Beinen neugierig die Welt erkunden.

    Praxis Ziergarten im "Schweizer Garten"

    Neu übernehmen die Merian Gärten die Rubrik «Praxis Ziergarten» im Magazin «Schweizer Garten». Hier verraten wir nun jeden Monat unsere besten Tipps und Tricks für den Hausgarten: Im Januar zum Beispiel wie Sie einen Pflanzplan zeichnen und welche Gartenarbeiten Sie in den Wintermonaten nicht vergessen dürfen. 

    Das Heft 01/2016 ist jetzt im Handel erhältlich! Und einen kleinen Einblick gibt es hier: www.schweizergarten.ch

    Eine Ast-Stütze für den Schnurbaum

    Der Japanische Schnurbaum (Styphnolobium japonicum 'Pendula') neben der Villa Merian erhält eine Stütze. Der charaktervolle Baum ist wahrscheinlich so alt wie der Englische Garten selber – also rund 180 Jahre alt. Inzwischen ist einer der grossen, verknorzten Ästen geschwächt und auf der Unterseite zum Teil abgestorben. Damit er bei Schnee und Wind nicht bricht, wird er abgestützt. Dafür montieren Baumpfleger von Tilia Baumpflege AG (Frick) zusammen mit unseren Gärtnern eine Stütze aus einem Eichenstamm. Diese wird auf die richtige Länge zugeschnitten, mit einer Gewindestange versehen und in einem Rohr im Boden fixiert. So kann der wunderschöne Ast erhalten bleiben – und die Löcher im toten Holz dienen Vögel und anderen kleinen Tieren als wertvollen Unterschlupf.